Hapag-Lloyd und Maersk Line kooperieren bei Gefahrguttransporten
Hapag-Lloyd und Maersk Line kooperieren bei der Sicherheit von Gefahrgut Ttransporten

Hapag-Lloyd und Maersk Line haben heute eine Kooperation beschlossen, um die Sicherheit von Gefahrguttransporten weiter zu verbessern. Bei einem Treffen in Hamburg bekundete Maersk Line Interesse, ein System nach dem Vorbild von Hapag-Lloyds Watchdog-Programm in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren. Gemeinsam mit dem Freight Information System (FIS) von Hapag-Lloyd durchsucht die Software kontinuierlich die Ladungsdaten nach Auffälligkeiten. Die Datenbank des Systems mit inzwischen mehr als 6.000 Schlüsselwörtern wird kontinuierlich ergänzt und präzisiert. Ungenau, falsch oder gar nicht deklarierte Gefahrgüter bergen ein großes Risikopotential für Crews, Schiffe, Umwelt und andere Ladung an Bord.

„Indem wir ein System nach dem Vorbild des Watchdog-Programms von Hapag-Lloyd einführen, verbessern wir die Sicherheit an Bord unserer 600 Schiffe und an den Terminals“, erklärt Soren Toft, Chief Operating Officer von Maersk Line. „Darüber hinaus verbessern wir auch unser Risikoprofil und senden gleichzeitig eine deutliche Botschaft an Verlader, die gegen entsprechende Regelungen verstoßen und damit die Sicherheit gefährden.“

Hapag-Lloyd hatte bereits in 2011 mit der Entwicklung des Watchdog-Programms begonnen. Mit ihrer langjährigen Erfahrung übernahmen die Experten für Gefahrgut und IT von Hapag-Lloyd eine wesentliche Rolle in der Erstellung effektiver Suchroutinen. Die Gefahrgutabteilung von Hapag-Lloyd wurde bereits vor fast 50 Jahren ins Leben gerufen und war damit die erste ihrer Art in der gesamten Schifffahrtsindustrie. Seither bildeten Hapag-Lloyds interne Gefahrgut-Richtlinien immer wieder die Grundlage für gesetzliche Vorschriften, die so anschließend für die gesamte Branche zum Standard wurden.

„Erfahrung, Know-how und sichere Prozesse sind entscheidende Faktoren für einen reibungslosen Transport von Gefahrgut“, erklärt Anthony J. Firmin, Chief Operating Officer von Hapag-Lloyd. „Wir freuen uns, dass sich andere Reedereien an uns wenden, um mehr über unser Watchdog-Programm zu erfahren. Die Zusammenarbeit mit Maersk Line ist ein bedeutender Schritt hin zu mehr Sicherheit in unserer gesamten Branche.“

Hapag-Lloyds hatte im vergangenen Jahr 2.620 Fälle von falsch deklariertem Gefahrgut entdeckt, in denen die Verschiffung verhindert werden konnte. Insgesamt untersuchten die Gefahrgut-Experten von Hapag-Lloyd dafür mehr als 162.000 Verdachtsfälle, die dank der Watchdog-Software erfasst wurden.

 

Caroline Rolffs kommt gebürtig aus Köln, ist freie Journalistin und Autorin für Print- und Onlinemedien. Seit 2011 schreibt sie regelmäßig Beiträge in den Bereichen Außenhandel und Zoll.