Im August 2015 wurden von Deutschland Waren im Wert von 88,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 72,8 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im August 2015 um 5,0 % und die Importe um 4,0 % höher als im August 2014. Gegenüber Juli 2015 sanken die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 5,2 % und die Importe um 3,1 %.

Die Außenhandelsbilanz schloss im August 2015 mit einem Überschuss von 15,3 Milliarden Euro ab. Im August 2014 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz + 13,9 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im August 2015 bei 19,6 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+ 16,2 Milliarden Euro), Dienstleistungen (– 6,7 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+ 5,6  Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (– 2,8 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im August 2015 mit einem Überschuss von 12,3 Milliarden Euro ab. Im August 2014 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 11,1 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im August 2015 Waren im Wert von 49,4 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 46,2 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber August 2014 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 3,5 % und die Importe aus diesen Ländern um 4,4 %. In die Länder der Eurozone wurden im August 2015 Waren im Wert von 30,0 Milliarden Euro (+ 2,1 %) geliefert und Waren im Wert von 31,5 Milliarden Euro (+ 3,2 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im August 2015 Waren im Wert von 19,3 Milliarden Euro (+ 5,8 %) exportiert und Waren im Wert von 14,8 Milliarden Euro (+ 7,1 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im August 2015 Waren im Wert von 38,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 26,5 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber August 2014 nahmen die Exporte in die Drittländer um 6,8 % und die Importe von dort um 3,2 % zu.

Grenzüberschreitende Transaktionen
Milliarden Euro 
Gegenstand der
Nachweisung
August Januar
bis
August
Juli August Januar
bis
August
2015 2014
1 Nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank.
Außenhandel
1  Exporte insgesamt 88,0 790,1 107,2 83,9 741,3
2  Importe insgesamt 72,8 626,2 82,2 70,0 605,3
3  Außenhandelsbilanz (1-2) 15,3 163,9 25,0 13,9 136,0
Übertragung zum Warenhandel 1
4  Ergänzungen zum Außenhandel 0,9 7,7 0,7 0,7 9,5
Salden der Leistungsbilanz 1
5  Warenhandel (3+4) 16,2 171,6 25,7 14,6 145,5
6  Dienstleistungen – 6,7 – 27,4 – 5,7 – 7,0 – 27,9
7  Primäreinkommen 5,6 35,3 7,1 5,9 35,2
8  Sekundäreinkommen – 2,8 – 28,5 – 2,4 – 2,4 – 27,2
Leistungsbilanz(5+6+7+8) 12,3 151,0 24,7 11,1 125,6

 

Ländergruppen
Gegenstand der Nachweisung August
2015
Januar
bis
August
2015
Veränderung gegenüber
August
2014
Januar
bis
AUgust
2014
Milliarden Euro %
Ergebnisse nach dem EU-Konzept (nach Versendungsland).
Exporte insgesamt 88,0 790,1 5,0 6,6
darunter:
EU-Länder 49,4 456,9 3,5 5,8
Eurozone 30,0 287,1 2,1 4,5
Nicht Eurozone 19,3 169,9 5,8 8,1
Drittländer 38,7 333,2 6,8 7,7
Importe insgesamt 72,8 626,2 4,0 3,5
darunter:
EU-Länder 46,2 408,6 4,4 3,2
Eurozone 31,5 281,2 3,2 2,9
Nicht Eurozone 14,8 127,5 7,1 4,0
Drittländer 26,5 217,6 3,2 3,9

 

Außenhandel (Spezialhandel)
Ausfuhr und Einfuhr
Originalwerte/kalender- und saisonbereinigte Werte 1 
Jahr Monat Export Import
Originalwert Kalender-
und saison
bereinigter Wert 1
Originalwert Kalender-
und saison
bereinigter Wert 1
Wert
in
Milliarden
Euro
Verän-
derung
gegen-
über
Vorjahres-
monat
in %
Wert
in
Milliarden
Euro
Verän-
derung
gegen-
über
Vor-
monat
in %
Wert
in
Milliarden
Euro
Verän-
derung
gegen-
über
Vorjahres-
monat
in %
Wert
in
Milliarden
Euro
Verän-
derung
gegen-
über
Vor-
monat
in %
1 Nach Census X-12 ARIMA.
2014 Januar 90,5 2,2 94,6 3,1 75,8 0,9 77,2 3,1
Februar 92,1 4,3 93,1 – 1,6 75,9 5,6 77,1 – 0,2
März 95,7 1,4 91,1 – 2,1 78,9 4,1 75,8 – 1,7
April 93,4 – 0,5 93,4 2,5 76,2 0,1 76,4 0,8
Mai 91,7 4,0 92,6 – 0,8 74,1 – 0,7 74,7 – 2,2
Juni 93,2 1,1 93,7 1,2 77,0 2,2 77,0 3,1
Juli 100,8 8,4 97,0 3,5 77,3 0,6 75,9 – 1,4
August 83,9 – 1,1 93,6 – 3,5 70,0 – 2,4 75,4 – 0,7
September 102,3 8,3 97,0 3,6 80,3 8,0 78,3 3,8
Oktober 103,9 5,0 97,1 0,2 81,9 0,8 76,6 – 2,1
November 96,0 1,6 95,7 – 1,5 78,1 1,9 77,5 1,1
Dezember 90,1 10,0 98,4 2,9 71,2 4,1 76,9 – 0,7
2015 Januar 90,0 – 0,6 96,5 – 2,0 74,0 – 2,3 76,8 – 0,2
Februar 95,6 3,8 97,8 1,3 76,2 0,4 77,9 1,5
März 107,5 12,4 98,7 0,9 84,5 7,1 79,2 1,7
April 100,4 7,5 100,3 1,7 78,6 3,2 78,9 – 0,4
Mai 95,7 4,4 101,9 1,6 76,3 2,8 79,4 0,6
Juni 105,8 13,5 100,9 – 1,0 81,6 6,0 78,8 – 0,8
Juli 107,2 6,3 103,1 2,2 82,2 6,2 80,7 2,3
August 88,0 5,0 97,7 – 5,2 72,8 4,0 78,2 – 3,1

Weitere Auskünfte gibt:

Caroline Rolffs kommt gebürtig aus Köln, ist freie Journalistin und Autorin für Print- und Onlinemedien. Seit 2011 schreibt sie regelmäßig Beiträge in den Bereichen Außenhandel und Zoll.